Stromverbrauch im 2-Personen-Haushalt: Richtwerte und Kosten
Zwei Personen verbrauchen nicht doppelt so viel wie eine
Für zwei Personen nennt der Stromspiegel durchschnittlich rund 1.900 kWh pro Jahr in einer Wohnung und etwa 2.700 kWh im Einfamilienhaus, jeweils ohne elektrische Warmwasserbereitung. Mit Boiler oder Durchlauferhitzer liegen die Vergleichswerte bei rund 2.500 beziehungsweise 3.200 kWh pro Jahr.
Der Verbrauch steigt nicht proportional zur Personenzahl. Kühlschrank, Router, Beleuchtung oder Fernseher werden gemeinsam genutzt. Dadurch sinkt der durchschnittliche Verbrauch pro Person gegenüber einem Singlehaushalt.
Vergleichswerte für zwei Personen
Wohnung, Warmwasser nicht elektrisch: etwa 1.900 kWh/Jahr
Wohnung, Warmwasser elektrisch: etwa 2.500 kWh/Jahr
Einfamilienhaus, Warmwasser nicht elektrisch: etwa 2.700 kWh/Jahr
Einfamilienhaus, Warmwasser elektrisch: etwa 3.200 kWh/Jahr
Für eine faire Einordnung müssen Wohnform und Warmwasserart zusammenpassen. Ein Wert von 2.800 kWh kann in einer Wohnung mit elektrischem Warmwasser normal, in einer vergleichbaren Wohnung ohne Durchlauferhitzer aber ein Anlass zur Prüfung sein.
Warum der Verbrauch höher oder niedriger ausfallen kann
Homeoffice an mehreren Tagen, zwei leistungsstarke Computer, ein Wäschetrockner oder ein zweiter Kühlschrank erhöhen den Verbrauch. Auch dauerhaft laufende Pumpen, alte Gefriertruhen und elektrische Zusatzheizungen fallen stark ins Gewicht. Weniger relevant ist oft die Zahl kleiner Ladegeräte.
Prüfen Sie bei einem unerwartet hohen Wert zuerst Geräte mit hoher Leistung oder langer Laufzeit. Ein einfaches Strommessgerät zeigt bei steckbaren Geräten, wie viel sie innerhalb von 24 Stunden oder einer Woche benötigen.
Vier Schritte für einen belastbaren Vergleich
Lesen Sie den Jahresverbrauch auf der letzten Rechnung ab.
Klären Sie, ob Warmwasser elektrisch erzeugt wird.
Vergleichen Sie nur mit derselben Wohnform.
Beobachten Sie den Zähler monatlich, wenn der Wert auffällig ist.
Eine einzelne hohe Monatsablesung muss noch kein Problem bedeuten. Saison, Urlaub, Homeoffice und neue Geräte sollten mitbetrachtet werden. Ein dauerhaft steigender Grundverbrauch verdient dagegen Aufmerksamkeit.
Beispielrechnung für die Jahreskosten
Bei 1.900 kWh Jahresverbrauch, 0,35 Euro Arbeitspreis pro kWh und 120 Euro Grundpreis ergeben sich rechnerisch 785 Euro im Jahr. Bei 2.700 kWh wären es 1.065 Euro. Die Werte dienen nur als Rechenbeispiele; für einen echten Vergleich gelten die aktuellen Konditionen des jeweiligen Tarifs.
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Häufige Fragen
Sind 3.000 kWh für zwei Personen zu viel?
Das hängt von Wohnform und Warmwasser ab. Im Einfamilienhaus oder bei elektrischem Warmwasser kann der Wert plausibel sein. In einer Wohnung ohne elektrische Warmwasserbereitung liegt er deutlich über dem Durchschnitt und sollte geprüft werden.
Welcher Verbrauch gehört in den Tarifvergleich?
Nutzen Sie möglichst den tatsächlichen Jahresverbrauch aus der letzten Abrechnung. Fehlt er, ist ein passender Richtwert besser als eine willkürliche Schätzung.
Wie oft sollte ich den Zähler ablesen?
Für die laufende Kontrolle ist eine monatliche Ablesung sinnvoll. So werden Veränderungen früh sichtbar und lassen sich leichter einem Gerät oder einer Nutzungsänderung zuordnen.
